Main Lauf Cup

Harald Klein: "Fernziel ist definitiv ein Start beim Frankfurt Marathon!"

Harald Klein (Foto: marathon-photos.com)

???: Hallo Harald! Der Hausener Volks-Waldlauf ist die letzte Station des Rosbacher Main-Lauf-Cups vor der Sommerpause. Werden wir Dich in Hausen am Start sehen? Sowohl der Halbmarathon als auch der 10km-Lauf werden für den Main-Lauf-Cup gewertet, welche Strecke nimmst Du Dir vor?

Harald Klein:
Derzeit leide ich an einer Achillessehnenentzündung und entscheide immer relativ spontan, ob und welche Distanz ich laufe. Sollte ich in Hausen an den Start gehen, dann tendiere ich momentan doch eher zur 10km-Distanz.

???: Letztes Jahr hatte Steffen Kothe den Hausener Volkslauf knapp vor Dir gewonnen, auch in der Main-Lauf-Cup Wertung liegt Steffen mit 295 Punkten vor dir (276 Punkte) in Führung. Wird sich das Blatt in diesem Jahr in Hausen und für die Serie noch wenden?

Harald Klein:
Ich schätze Steffen als einen starken Läufer ein, der sehr auf den Main-Lauf-Cup fokussiert ist. Ganz im Gegensatz zu mir, wo der Schwerpunkt doch eindeutig auf einem Frühjahrs- bzw. Herbstmarathon liegt und die Cup-Läufe lediglich als Tempoeinheiten in den Trainingsplan integriert werden. Ich denke, dass er auch dieses Jahr wieder gute Chancen hat, den Cup zu gewinnen. Aber die Saison ist noch lang und abgerechnet wird bekanntlich erst zum Schluss.

???: Bei den Laufveranstaltungen der diesjährigen Main-Lauf-Cup Serie starten in der Regel ein Großteil der regionalen Läuferspitze. Siehst Du dabei die anderen Teilnehmer eher als „regionale Konkurrenz“ an oder freust Du Dich mit den „Besten“ in der Region messen zu können?

Harald Klein:
Im Laufe der letzten Jahre habe ich im Rahmen der Main-Lauf-Cup Läufe viele nette Menschen kennen gelernt und freue mich bei jedem Event, den ein oder anderen wieder zutreffen. Die in der Regel doch sehr stark besetzten Teilnehmerfelder sind natürlich aus rein sportlicher Sicht ein enormer Anreiz, immer sein Bestes (oder auch ein wenig mehr) geben zu müssen, um im Wettkampf erfolgreich abzuschneiden.

???: Am vergangenen Samstag (10.7.) bist du über die 10km Strecke beim Abendwaldlauf in Mörfelden gestartet. Wie verlief Dein „Heimspiel“ als Läufer der LG Mörfelden-Walldorf? Kann man Dir zur Stadtmeisterschaft gratulieren?

Harald Klein:
Zur gewonnenen Stadtmeisterschaft kann man mir gratulieren. Aber mit der Zeit von 36:37 kann ich natürlich nicht zufrieden sein, auch wenn die Bedingungen mit Temperaturen deutlich über 30°C alles andere als ideal waren. Auf den letzten Kilometern musste ich doch deutlich an Tempo rausnehmen, da die Schmerzen an der rechten Ferse immer stärker wurden. Ich werde mir jetzt eine Laufpause verordnen und hoffen, dass die Verletzung in den nächsten zehn Tagen auskuriert und ein Start in Hausen möglich ist.

???: Welche Ziele hast Du für das restliche Laufjahr 2010? Steht der Main-Lauf-Cup für Dich im Fokus? Wirst Du am Commerzbank Frankfurt Marathon teilnehmen?

Harald Klein:
Fernziel ist definitiv ein Start beim Frankfurt Marathon und ein erneuter Angriff auf die persönliche Bestzeit.

???: Bei der Fußball-WM ging der Titel an Spanien. Nun findet vom 27. Juli bis 1. August die Leichtathletik-EM in Barcelona statt. Als Favoriten über die Marathondistanz werden der Schweizer Viktor Röthlin, der Österreicher Günter Weidlinger, der Spanier Jose Manuel Martinez, der Italiener Stefano Baldini und die Portugiesen gehandelt. Wer ist dein Favorit bzw. an welche Nation geht die Europameisterschaft am 1. August?

Harald Klein:
Ich muss gestehen, dass ich an dieser Stelle ein wenig überfragt bin, da ich mich mit der europäischen Marathonelite noch nicht wirklich beschäftigt habe. Die Namen sind mir zwar geläufig, aber das war es dann auch schon. Aus dem Bauch heraus tippe ich auf Spanien. Nicht nur, weil mir Land und Leute sehr sympathisch sind, sondern auch, weil die Läufer durch den Heimvorteil zusätzlich motiviert sein werden.

???: Zum Abschluss möchten wir von Dir wissen, als welchen Lauftyp Du Dich charakterisieren würdest. Kämpferisch, immer am Limit, ungeheuer akribisch, 100 Prozent professionell, sympathisch oder ganz anders?

Harald Klein:
Ich denke, dass ich mich oftmals an meinen körperlichen Grenzen oder sogar darüber hinaus bewege. Dabei versuche ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten so professionell wie möglich auf wichtige Wettkämpfe vorzubereiten, wozu auch eine teils recht akribische Trainingsplanung gehört. Dennoch sollte für jeden der Spaß am Laufen im Vordergrund stehen, denn nur dieser rechtfertigt meiner Meinung nach den hohen zeit- und körperlichen Aufwand, den dieses Hobby erfordert, sofern man es wie ich sehr ambitioniert betreibt.


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