Uwe Bernd: „Man sollte nicht wegschauen, sondern helfen.“
???: Der Schwanheimer Pfingstlauf ist die nächste Station im Rahmen der Main-Lauf-Cup Serie. Der Pfingstlauf steht in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal unter dem Motto „Laufen für Zivilcourage“ und damit der Schirmherrschaft des Präventionsrates der Stadt Frankfurt am Main „Gewalt-Sehen-Helfen“. Wie stehst Du persönlich zur Zivilcourage und der damit verbundenen Bereitschaft für sinnvolles, angemessenes und verantwortliches Reagieren und Handeln auf Gewaltsituationen?
Uwe Bernd: Es kommt natürlich immer auf die Situation an. Man sollte nicht wegschauen, sondern helfen. Aber es ist sicherlich schlecht abzuschätzen, ob man sich dabei selbst in Gefahr bringt. Am besten sollte man andere Passanten aufmerksam machen, um dann gemeinsam zu helfen. Ich denke, vor einer Gruppe haben der oder die Gewalttäter mehr Respekt.
???: Bei den Laufveranstaltungen der diesjährigen Main-Lauf-Cup Serie starten in der Regel ein Großteil der regionalen Läuferspitze. Siehst Du dabei die anderen Teilnehmer eher als „regionale Konkurrenz“ an oder freust Du Dich mit den „Besten“ in der Region messen zu können?
Uwe Bernd: Man kennt sich ja mittlerweile durch die vielen gemeinsamen Läufe und ich freue mich immer wieder, gemeinsam mit den anderen Läufern an den Start zu gehen. Selbstverständlich freue ich mich auch, wenn ich einen guten Tag habe und eins oder zwei Plätze besser bin als meine Konkurrenz.
???: Welche Ziele hast Du für das Laufjahr 2010? Steht der Main-Lauf-Cup für Dich im Fokus?
Uwe Bernd: Am letzten Sonntag habe ich mit den deutschen Marathonmeisterschaften im Rahmen des Mainz Marathons ein Saisonhighlight hinter mir. Mit meinem Ergebnis in 2:37:12 Stunden, dem zweiten Platz in meiner Altersklasse M50 sehr zufrieden. Mein nächstes Fernziee dieses Jahr sind nun die hessischen Meisterschaften im Rahmen des Commerzbank Frankfurt Marathon. Ich hoffe dabei natürlich auch auf eine gute Platzierung in meiner Altersklasse M50, in der ich erst seit diesem Jahr laufe. Weiterhin werde ich an den Laufveranstaltungen des Main-Lauf-Cups teilnehmen. Durch den Sieg beim Nauroder Halbmarathon konnte ich ja schon gute Punkte sammeln. Aber es ist ja erst der Anfang und es sind auch noch weitere gute Läufer dabei. Ich bin gespannt!
???: Wie bereitest Du Dich auf den Main-Lauf-Cup vor? Kannst du uns einen Grobumriss deines Trainings nennen?
Uwe Bernd: Ich habe da kein spezielles Trainingsprogramm. Ich nehme mir vor, drei- bis viermal die Woche zu laufen. Die Wochen vor einem Marathon laufe ich natürlich öfters, um so auf 90-100 km in der Woche zu kommen. Einmal im Monat laufe ich eine längere Einheit von 30km. Im Sommer gehe ich einmal in der Woche auf die Bahn für das Tempotraining.
???: Ein Großteil unserer Leserinnen und Leser nehmen an der Laufserie teil und interessiert, wie man sich nach einer harten und langen Trainingseinheit oder einem intensiven Wettkampf am besten regeneriert. Welche Tipps kannst Du geben
Uwe Bernd: Nach einem harten Wettkampf wie einem Marathon mache ich am nächsten Tag meistens eine Pause mit etwas Dehnungsübungen, um dann den darauffolgenden Tag einen lockeren Trainingslauf zu machen. Nach den kürzeren Distanzen trainiere ich ganz normal weiter.
???: Zum Abschluss möchten wir von Dir wissen, als welchen Lauftyp Du Dich charakterisieren würdest. Kämpferisch, immer am Limit, ungeheuer akribisch, 100 Prozent professionell, sympathisch oder ganz anders?
Uwe Bernd: Ich versuche die ganze Sache locker und mit Spaß anzugehen. Natürlich gehe ich auch ans Limit, wenn es bei einem Lauf, um etwas geht und ich Chancen auf eine gute Platzierung habe oder eine neue Bestzeit möglich ist.




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