Svitlana Smitiukh: "Die Leistungssteigerung kommt, wenn man weiterhin fleißig trainiert"
Frage: Hallo Svitlana! Wie war Dein Sommerurlaub in der Ukraine?
Svitlana Smitiukh: Es war sehr schön, aber auch anstrengend. Ich war drei Wochen in Krim, einer Halbinsel der Ukraine, und habe dort hart trainiert. Berge und Täler, profiliertes Gelände und Höhenmeter standen unter anderem auf meinem Programm.
Frage: Der Mühlheimer Volkslauf am 4. September sollte der Startschuss für eine packende Herbstsaison mit insgesamt drei Läufen im September werden. Aufgrund von Unwetterschäden wurde der Lauf abgesagt. Welche Strecke hattest Du Dir vorgenommen?
Svitlana Smitiukh: Sehr schade, dass das Rennen abgesagt wurde, aber aus den genannten Gründen auch verständlich. Ich hatte vor, den Halbmarathon zu laufen und mein Bestes geben. Meine Bestzeit liegt im Halbmarathon aktuell bei 1:39 Stunden, diese Zeit sollte in Mühlheim fallen.
Frage: Was hast du dir für die weitere zwei Läufe im September in Rodheim und Neu-Isenburg vorgenommen?
Svitlana Smitiukh: Da muss ich noch mit meinem Trainer Markus Lübbehusen sprechen, denn der September ist ziemlich voll gepackt. Ich würde gerne an beide Läufen in Neu-Isenburg am 18.9. und in Rodheim am 24.9. teilnehmen, allerdings absolviere ich auch den 24-Stunden-Lauf am 10.9. in Wiesbaden. Das wird wohl alles ein bisschen zu viel, werde auf Neu-Isenburg verzichten und auf meinen Trainer hören (lacht).
Frage: Bereits letztes Jahr warst du mit starken 454 Punkten im Gesamtklassement 7. Platzierte bei den Frauen. Zurzeit liegst du mit 371 Punkten auf Rang 4. Wie ist die Leistungssteigerung zu erklären? Hast du dein Training umgestellt?
Svitlana Smitiukh: Ich freue mich, dass ich mich dieses Jahr leistungsmäßig steigern konnte. Wenn dazu noch eine bessere Platzierung herausspringt, ist das umso schöner. Mein Training habe ich nicht umgestellt. Mein Trainer sagt mir aber immer, dass Marathonläufer Geduld brauchen und die Leistungssteigerung kommt, wenn man weiterhin fleißig trainiert.
Frage: Bei den Laufveranstaltungen der diesjährigen Main-Lauf-Cup Serie starten in der Regel ein Großteil der regionalen Läuferspitze. Siehst Du dabei die anderen Teilnehmerinnen eher als „regionale Konkurrenz“ an oder freust Du Dich mit den „Besten“ in der Region messen zu können?
Svitlana Smitiukh: Als Konkurrenz auf keinen Fall. Es ist schön, wenn man die ein oder andere befreundete Läuferin bei den Main-Lauf-Cup Läufen wieder sieht und sich austauschen kann. Den meisten Kontakt habe ich derzeit mit den vorderen platzierten Läuferinnen.
Frage: Welche Ziele hast Du für das restliche Laufjahr 2011? Steht der Main-Lauf-Cup für Dich im Fokus? Wirst Du am BMW Frankfurt Marathon teilnehmen?
Svitlana Smitiukh: Mein Fokus dieses Jahr liegt ganz klar, den BMW Frankfurt Marathon am 30. Oktober unter 3:30 Stunden zu laufen. Darauf ist mein Training ausgerichtet und den Main-Lauf-Cup nutze ich dafür als optimale Vorbereitungsläufe unter Wettkampfbedingungen. Gerne möchte ich alle Läufe des Main-Lauf-Cups absolvieren, aber daraus wird aufgrund der vielen Läufe im September wohl nichts.
Frage: Wie sieht aktuell dein Training für den BMW Frankfurt Marathon aus?
Svitlana Smitiukh: Ich habe zusammen mit meinem Trainer einen 12-Wochen-Plan für den Marathon unter 3:30 Stunden aufgestellt. Aktuell bin ich in der dritten Woche, letzte Woche bin ich 70 Kilometer gelaufen. Bisher läuft alles nach Plan und ich freue mich riesig auf dieses Event.
Frage: Zum Abschluss möchten wir von Dir wissen, als welchen Lauftyp Du Dich charakterisieren würdest. Kämpferisch, immer am Limit, ungeheuer akribisch, 100 Prozent professionell, sympathisch oder ganz anders?
Svitlana Smitiukh: Sich selbst einzuschätzen ist immer sehr schwer, aber mein Trainer hält mich für eine fleißige, ungeheuer akribisch und kämpferische Läuferin, die für alle Situationen vor, während und nach dem Training bestens vorbereitet ist.


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