Dennis Gutenstein und Kerstin Straub gewinnen Pfingstlauf
Bei der vierten Wettkampfstation des Rosbacher Main-Lauf-Cups in Schwanheim kommen 663 Teilnehmer ins Ziel / „Laufen für Zivilcourage"
Dennis Gutenstein (Spiridon Frankfurt/33:55,3 Minuten) und Kerstin Straub (Team Frankfurter Laufshop/37:52,6) haben den 19. Schwanheimer Pfingstlauf unter dem Motto „Laufen für Zivilcourage“ gewonnen. Bei bestem Laufwetter kamen Harald Klein (LG Mörfelden-Walldorf/33:59,2) und Martin Dröll (LG Eintracht Frankfurt/34:20,3) auf die Plätze zwei und drei. In der Frauenklasse lief hinter Kerstin Straub, die in Schwanheim ihren zweiten Sieg feierte, mit Natascha Schmitt (LG Eintracht Frankfurt/38:43,7) eine gleichfalls hoch ambitionierte Athletin durchs Ziel. Katrin Diewald (TV Hechtsheim/42:25,4) hatte als Dritte recht großen Rückstand.
Die Veranstalter von der TG Schwanheim freuten sich beim vierten Wertungslauf der regionalen Laufserie Rosbacher Main-Lauf-Cup über insgesamt 471 Finisher, die nach 10 Kilometern auf dem Sportplatz an der Bahnstraße durchs Ziel liefen. Auch das Schülerrennen über 4 Kilometer im Rahmen des BBF Junior-Main-Lauf-Cups war mit 46 Schülerinnen und Schülern gut frequentiert. Schnellste waren Aaron Bienenfeld (LG Offenbach/14:51,7) und Gina-Marielle Schürg vom TSV Friedberg-Fauerbach in 16:37,9 Minuten. Und auch bei den Jüngsten war die Beteiligung im Bambinilauf über einen Kilometer außerordentlich gut. 84 Jungen und Mädchen - überwiegend aus den Vereinen TG Schwanheim, SG Nied und VfL Goldstein - standen hier an der Startlinie. Hinzu kamen 63 Teilnehmer am Einsteigerlauf über 5,6 Kilometer, so dass sich mit 664 Finishern ein leichtes Gesamtplus im Vergleich zum Vorjahr ergab.
Die Streckenrekorde - Thomas Weber (31:41/1996) und Marloes Penning de Vries (37:12/2006) - blieben außer Reichweite, aber der Dreifachsieger Kurt Stenzel (2005 bis 2007) war als Trainer und Betreuer für die Läufer/innen von Spiridon Frankfurt vor Ort. Mit fünf Siegen in Folge von 1998 bis 2002 bleibt Martina Franke natürlich weiterhin unumstrittene „Königin“ des Pfingstlaufs. Mit der Ukrainerin Svitlana Smitiukh vom Turnerbund Wiesbaden präsentierte sich auch die Gesamtführende nach drei Wertungsrennen in Schwanheim. Die 27-Jährige kam mit neuer persönlicher Bestzeit (43:46,6) als Zehnte ins Ziel - zwei Minuten vor ihrem Trainer Markus Lübbehusen. Die junge Frau im Laufrock wäre aufgrund des Tagesrankings keine gesonderte Erwähnung wert, aber Smitiukh hat eine besondere Vorgeschichte und große Ziele. In ihrem Heimatland ist sie einst über die Mittelstrecken auf der Bahn aktiv gewesen, absolvierte viele Wettkämpfe in Polen. Aber eigentlich galt die Liebe der BWL-Studentin, die an der Fachholschule Wiesbaden demnächst auf die Fachrichtung Sozialarbeit wechseln wird, dem Tanzsport. 13 Jahre lang. Nach Wiesbaden kam sie vor dreieinhalb Jahren, gecoacht von Lübbehusen wird sie seit etwa zwölf Monaten.
Und die Fortschritte sind unübersehbar. Über 4:06 Stunden (Mainz-Marathon 2010) und 3:52 Stunden (BMW Frankfurt Marathon 2010) steigerte sich Smitiukh in Mainz vor vier Wochen auf 3:35 Stunden. „Ich möchte in die nationale Spitze kommen und 2:40 Stunden laufen“, sagt sie. Das ist die Langzeitplanung. Für ihren nächsten Marathon am 30. Oktober 2011 in Frankfurt nimmt sie den Rosbacher Main-Lauf-Cup als Vorbereitungsserie wahr. „Vielleicht kann ich ja auch um den Gesamtsieg mitlaufen.“ Die Konkurrenz ist hart, sie weiß es. Nicht nur Kerstin Straub und Regina Blatz (Platz 8 in Schwanheim in 43:04,8), sondern auch Katrin Diewald dürften am Jahresende gut im Rennen liegen. Doch der 47-jährige Lübbehusen baut auf den Weg der kleinen Schritte. „Wir trainieren ja wöchentlich erst 50 Kilometer im Schnitt.“
Weitere Informationen und Ergebnisse: www.tg-schwanheim.de




Zu Favoriten hinzufügen








