Main Lauf Cup

Zwei neue Streckenrekorde beim Frankfurter Halbmarathon

Aktueller Main-Lauf-Cup-Sieger Steffen Kothe (l.) und Jenny Schulz (r.)

Die zweimalige Main-Lauf-Cup-Siegerin Kerstin Straub

Männersieger beim Frankfurter Halbmarathon, Younes Ammouta

3.714 Finisher bei der ersten Station des Rosbacher Main-Lauf-Cups 2011

Bestens gelaunte Läuferinnen und Läufer, windfreie Bedingungen, eine gut organisierte Veranstaltung - der Saisonstart des Rosbacher Main-Lauf-Cups beim Frankfurter Halbmarathon ist prächtig gelungen. Und es gab schnelle Zeiten auf der im vergangenen Jahr neu konzipierten Strecke mit dem Start vor der Commerzbank-Arena und dem Ziel in der WM-Arena. An der Spitze mit den Kursrekorden von Younes Ammouta (LG Eintracht Frankfurt/1:07:03), der bereits den Frankfurter Silvesterlauf gewonnen hatte. Auch die Frauen waren flott unterwegs, etwa Jenny Koech (LG Nike Berlin) als Siegerin in 1:15:12 Stunden sowie die Zweitplatzierte Jenny Schulz in neue persönlicher Bestzeit (1:16:46). Als Dritte lief mit Kerstin Straub (Team Frankfurter Laufshop/1:22:32) die Main-Lauf-Gesamtsiegerin der Jahre 2008 und 2009 ins Ziel, direkt
dahinter folgte Nina Vabic (TSG Kleinostheim/1:23:10), die aktuelle Main-Lauf-Cup-Siegerin.

Bei der ersten von insgesamt zehn Main-Lauf-Cup-Stationen in diesem Jahr freuten sich die Veranstalter des Laufklubs Spiridon Frankfurt zudem über die frische Höchstmarke von 3.714 Finishern. Im vergangenen Jahr waren es 3.436 gewesen. Ein nicht mehr ganz frischer Trend bestätigte sich aber auch beim Frankfurter Halbmarathon: Mit etwa 600 „No Shows“ lag die Zahl jener Läuferinnen und Läufern, die sich zwar anmelden, aber nicht starten, recht hoch. Auch deshalb wurde die zu Recht prognostizierte Zahl von 4.000 Teilnehmern nicht erreicht.

Einen starken Eindruck hinterließ in Frankfurt der zweimalige Main-Lauf-Cup-Sieger Steffen Kothe, der seit dieser Saison das Trikot der Bio-Runner Rhein-Main überstreift. Der Titelverteidiger und Main-Lauf-Cup-Beste des Jahres 2009 benötigte für den 21,1 Kilometer langen Kurs 1:13:54 Stunden und wurde Elfter in einem schnellen Feld. Und lag damit noch hinter Marco Diehl (DVAG Marathon-Team). „Nicht schlecht mit knapp 42 Jahren, oder?“, kommentierte Diehl seine Zeit von 1:13:28 Stunden, die ihm Rang neun einbrachte. „Und das alles noch ohne Tempotraining.“ Wobei andere Hessen noch besser platziert waren. Etwa Andreas Gerrits (1:11:38) und Benedikt Heil (1:11:39) auf den Rängen fünf und sechs. Beide starten für die LG ovag Friedberg-Fauerbach, beide zeigten in Frankfurt einen äußerst kompakten „Paarlauf“. Allen voran, aus hessischer Sicht, lief aber Marco Schwab (PSV Grün-Weiß Kassel) als Vierter in 1.10:36 Stunden. Doch das Tempo an der Spitze wurde bestimmt von dem 30-jährigen Deutsch-Marokkaner Ammouta, dahinter lag der Eritreer Ybekal Daniel Berye (Freizeitsport Kirchheim) mit 1:08:10 Stunden gleichfalls noch eine knappe Minute unter dem vormaligen Streckenrekord.

Unter den besten 50 waren viele Main-Lauf-Cup-Routiniers der vergangenen Jahre, so der Titelträger des Jahres 2008, Dirk Schönbeck vom SSC Hanau-Rodenbach (19./1.15:52), der zweimalige Gesamtsieger Frank Zimmer (Skills 04 Frankfurt/30./1:17:51) und Uwe Bernd von der LG Rüsselsheims. Mit seinen 1:19:51 Stunden war der Altersklasse-50-Läufer nicht zufrieden, allerdings hatte Bernd auch gerade eine Magen-Darm-Grippe überstanden. Und der Rüsselsheimer war etwas zu vorsichtig angelaufen, zusammen mit Natascha Schmitt von der LG Eintracht Frankfurt, die als Sechste nach 1:26:26 Stunden ins Ziel kam. Am 17. April bei den deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Griesheim will Bernd wieder in Topform sein, „da muss es mindestens fünf Minuten schneller gehen“.

Der Einstieg in die Straßenlaufsaison ist den meisten Main-Lauf-Cup-Teilnehmern in Frankfurt jedenfalls geglückt, und die gestiegenen Teilnehmerzahlen dokumentieren, dass der Laufboom im Großraum Frankfurt weiter steigerungsfähig ist. Rhein-Main läuft - das ist auch eine Botschaft der 21,1 Kilometer von Frankfurt. Und wenn es in diesem Tempo vorwärts geht, wird der Rosbacher Main-Lauf-Cup in diesem Jahr noch mehr Gesamtteilnehmer haben als im Vorjahr (11.500). „Die größte regionale Laufserie bietet eine tolle Mischung aus ambitioniertem Spitzensport und vielfältigen Startmöglichkeiten für Hobby- und Freizeitläufer, die immer mehr Akzeptanz findet“, sagt Petra Wassiluk von der Veranstalteragentur „motion events“ in Frankfurt. Zahlreiche Sponsoren sorgen für eine exzellente Nachzielverpflegung, der Gesamtauftritt hat im 14. Jahr des Bestehens weiter an Professionalität gewonnen.

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