Marion Hebding und Carsten Bresser: Zwei „Marathon Manager“ aus Frankfurt auf Gewinnreise in Dubai
Dubai war für Marion Hebding durchaus eine Reise wert. Ende Oktober 2009 hatte die 42-Jährige beim Commerzbank Frankfurt Marathon ihren bislang schnellsten Lauf über die Strecke von 42,195 Kilometer absolviert und nach 2:59:06 Stunden nicht nur eine persönliche Bestzeit erzielt, sondern auch die Spezialwertung „Marathon Manager“ für Führungskräfte für sich entschieden. Gewinnprämie war eine fünftägige All-inklusive-Reise zum Dubai-Marathon, die der Frankfurter Renndirektor Jo Schindler in Partnerschaft mit dem Sportreisen-Anbieter interAir aus dem mittelhessischen Pohlheim ausgeschrieben hatte. „Es war ein tolles Erlebnis“, sagt Marion Hebding nach ihrer Rückkehr. Das Ziel beim Wüsten-Marathon erreichte sie nach 3:07:32 Stunden - und sammelte dabei auch Erfahrungen der ganz anderen Art.
Eine Strecke wie eine Autobahn
Denn der Marathon-Event in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist nicht vergleichbar mit Veranstaltungen in Deutschland oder im benachbarten europäischen Ausland. Gestartet wird morgens um 6.30 Uhr, der Kurs gleicht einer Autobahn, es geht geradeaus bis zum Wendepunkt nach 21 Kilometern und dieselbe Strecke wieder zurück. Gereicht wird den Läufer/innen unterwegs beinahe ausschließlich Wasser, Zielverpflegung gibt es nicht. „Dubai ist auf Spitzenläufer eingestellt“, sagt Marion Hebding. Fünfzehnte ist sie geworden, „und vor mir waren fast ausschließlich Weltklasseläuferinnen platziert“. Sie selbst ist ambitionierte Freizeitläuferin. Dubai war ihr insgesamt 17. Marathonlauf, den ersten absolvierte sie vor sechs Jahren. Marion Hebding wohnt in Mannheim und arbeitet in Frankfurt, sie leitet den Geschäftsbereich Fahrzeugführer bei DB Training, ist für 80 Mitarbeiter an zwölf Standorten verantwortlich. Anders gesagt: Die ausdauernde „Marathon Managerin“ leitet die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lokführern der Deutschen Bahn.
„Die Reiseleitung kann ich nur loben“
Der Dubai-Marathon, sagt Marion Hebding, sei schon eine ganz spezielle Sache. Wobei es durchaus etwas ganz Besonderes gewesen sei, „der crème de la crème zuzusehen“. Etwa Haile Gebrselassie aus Äthiopien, der allerdings zum zweiten Mal bei dem Versuch scheiterte, seinen Weltrekord (2:03:59 Stunden) zu verbessern. Angesichts von zuvor nur wenigen Laufeinheiten mit hohen Umfängen war die Marathonläuferin vom TV Rheinau mit ihrem Ergebnis aber zufrieden. Schnellere (Best-)Zeiten sollen im Frühjahr und im Herbst folgen. Womöglich wieder beim Commerzbank Frankfurt Marathon am 31. Oktober. Und wenn sie demnächst wieder an der Startlinie steht, in welcher Stadt auch immer, wird Marion Hebding vielleicht zurückdenken an Dubai. An die Wüstensafari mit beduinischem Abend, an das höchste Gebäude der Welt, den 828 Meter hohen Buri Chalifa, an das Dinner Cruise auf dem Dubai Creek und, und, und. „Die Reiseleitung von interAir kann ich nur loben und empfehlen. Das war ausgezeichnet“, sagt sie.
Vom Mountainbike zum Marathon
Auch Carsten Bresser war in Dubai. Den Commerzbank Frankfurt Marathon 2009 hatte der 39-jährige Controller der Bopp & Reuther Messtechnik GmbH (Speyer) in persönlicher Bestzeit (2:25:00) beendet, womit er sich den Sieg bei den „Marathon Managern“ sicherte. Der Läufer aus der Pfalz ist ein ambitionierter Teilzeit-Marathonläufer, meistens geht er nur einmal im Jahr über die klassische Distanz an den Start. Ansonsten lautet seine sportliche Herausforderung Mountainbiking. Und so kam der Dubai-Marathon eigentlich ein bisschen zu früh im Jahreskalender von Bresser – aber wer lässt sich so eine Reise schon entgehen? Frau und Sohn blieben zuhause, „aber unsere Reisegruppe hat sich sehr schnell gefunden“. Und auch auf dem Asphalt des Wüstenstaates lief es gut für ihn. Nach 2:32:40 Stunden erreichte er bei seinem fünften Marathonlauf das Ziel.
Ziel ist der Pfalz-Rekord von 2:19:53
In einem völlig außerplanmäßigen Wettkampf, denn normalerweise ist Bresser bis Ende August auf dem Mountainbike unterwegs („Das hilft bei den Grundlagen“), erst danach beginnt er mit dem Lauftraining für einen Herbstmarathon. In diesem Jahr ist es nun dank der Sonderwertung „Marathon Manager“ anders gekommen – und trotzdem wird er am 31. Oktober natürlich beim Commerzbank Frankfurt Marathon („Das ist eine super Veranstaltung“) dabei sein. Und vielleicht greift Bresser dann wieder den Pfalz-Rekord von Hans-Jürgen Eichberger (2:19:53) aus den Achtzigern an. Auf einem guten Weg war er bereits vor drei Monaten in Frankfurt, lag nach der Streckenhälfte mit glatten 70 Minuten im Plan, „ab Kilometer 28 konnte ich das Tempo aber nicht mehr halten“.
Marathon Manager immer schneller unterwegs
Vor dem Frankfurt-Lauf wird der konditionsstarke Controller Ende März aber noch in Südafrika an einer Mehretappenfahrt auf dem Mountainbike teilnehmen. Und auch das wird eine Herausforderung der besonderen Art. Denn ein „Mitfahrer“ ist sein Vereinskollege vom TuS Heltersberg, Udo Bölts („Quäl dich, Du Sau!“). An Zielen mangelt es also nicht. Vom Angebot des Sportreisen-Anbieters interAir in Dubai war übrigens auch Bresser „total begeistert“. Die „Marathon Manager“ werden übrigens immer schneller, bei der Premiere im Jahr 2008 hatte Matthias Jegodtka (Neuss) in 2:28:18 Stunden gewonnen; die Siegerin des vorvergangenen Jahres, Ulrike Hoeltz aus Karlsruhe, benötigte 3:02:44 Stunden.




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